7 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
4 Weine · €20,70 bis €20,90
Die Spitze
2 Weine · €30,90
Mehr über Case Alte
Nicht am Ätna
Das vorweg, weil es bei sizilianischem Wein die häufigste Fehlannahme ist. Der Betrieb liegt in Camporeale im hügeligen Landesinneren der Provinz Palermo, zwischen Belice- und Jato-Tal, auf rund fünfhundert Metern. Die Herkünfte sind Monreale und Sizilien, nicht Ätna.
Drei Generationen, eine Werkstatt
Anfang der fünfziger Jahre begann der Großvater, die Trauben seines Guts in einer kleinen Werkstatt zu vinifizieren. Anfang der sechziger kamen Flächen und ein Casale in der Contrada Macellarotto dazu — dort liegen bis heute Weinberge und Keller. 1986 kaufte er mit seinem Sohn zehn weitere Hektar; von da an standen Catarratto, Grillo, Syrah und Nero d'Avola.
Der Enkel trägt denselben Vornamen wie der Gründer.
Die Zahlen im Weinnamen sind Rebzeilen
Das ist die schönste Eigenart dieses Hauses. „4 filari“, „12 filari“, „16 filari“ — das sind keine Jahrgänge und keine Cuvéenummern, sondern die Anzahl der Rebzeilen der Parzelle, aus der der jeweilige Wein stammt. Es sind tatsächlich sehr kleine Stücke.
Von Hand entrappt
Die Rotweintrauben werden von Hand von den Stielen gelöst. Untergestoßen wird ebenfalls von Hand, in flachen, breiten Bottichen, statt maschinell umzupumpen. Jede Flasche wird einzeln nummeriert.
Regenwasser wird auf dem Betrieb aufgefangen und genutzt.
Fünf Etiketten
Ein Grillo, ein Catarratto, ein Nero d'Avola, ein Syrah und ein zweiter weißer aus Catarratto. Mehr ist es nicht — die gesamte Kette von der Rebe bis zur Abfüllung liegt in Macellarotto.
Zur Bio-Frage
Der Betrieb beschreibt seine Bewirtschaftung ausdrücklich als streng ökologisch, und Verband wie Händler wiederholen das. Ein Registereintrag dazu ließ sich allerdings nicht finden — weder eine Kontrollstellennummer noch ein Zertifikat. Das italienische Verzeichnis der Öko-Betriebe ist nur mit Bildrätsel abfragbar und wurde deshalb nicht ausgewertet. Bis ein Nachweis vorliegt, steht hier kein Siegel.
Nicht zu verwechseln
In Handels- und Branchendatenbanken taucht derselbe Betrieb unter einem abweichenden Rechtsträger mit anderem Vornamen auf. Ob das ein Vorgänger-, Parallel- oder Flächenbetrieb der Familie ist, ist ungeklärt — vor Vertrag oder Rechnung lohnt der Blick auf die Steuernummer.
Außerdem ist unter demselben Namen ein toskanischer Brunello in einer Bewertungsdatenbank gelistet. „Case Alte“ heißt schlicht „hohe Häuser“ und ist als Flurname in Italien mehrfach vergeben.
Angaben zu Geschichte, Lagen, Arbeitsweise und Weinen nach der Website des Guts, ergänzt um das Betriebsprofil des zuständigen Herkunftsverbands, eine Abfrage der europäischen Steuernummerndatenbank und ein namentliches Interview mit dem heutigen Inhaber. Wichtig für spätere Aktualisierungen: Die Website enthält umfangreiches, nicht bereinigtes Vorlagenmaterial — erfundene Meilensteine mit Blindtext, die Angabe eines fremden Gründungsjahrs und sogar eine französische Adresse. Nichts davon gehört zum Betrieb; wer die Seite maschinell ausliest, übernimmt Falschangaben. Zur Rebfläche stehen acht und zehn Hektar nebeneinander, zur Jahresmenge gibt es nur eine Importeursangabe; beides ist deshalb hier weggelassen. Auch das Kaufjahr des Casale nennt dieselbe Seite an zwei Stellen unterschiedlich.








