Christmann & Kauffmann

Pfalz · Deutschland · 8 Weine

Im Sommer 2019 fragte der Nachbarbetrieb Mugler, der vor der Schließung stand, ob Steffen Christmann dessen Weinberge übernehmen wolle. Er griff zu — nur passte die Fläche nicht in das Konzept seines Weinguts.

Fast zeitgleich schied Mathieu Kauffmann bei einem Deidesheimer Weingut aus und schickte Ende August einen ersten Geschäftsplan per Mail. Daraus entstand binnen Wochen ein eigenständiges Sektgut.

Mehr über das Weingut

8 Produkte

Weinflasche Christmann & Kauffmann Königsbacher Heidböhl, Sekt Brut Nature, Schaumwein aus der Pfalz
Weißwein
Weinflasche Christmann & Kauffmann Gimmeldinger Kapellenberg Rosé Sekt Brut Nature, Rosé-Schaumwein aus der Pfalz
Weinflasche Christmann & Kauffmann Gimmeldinger Meerspinne Sekt Brut Nature, Schaumwein aus der Pfalz
Weißwein
Weinflasche Christmann & Kauffmann Cuvée No. 205, Sekt Brut Nature L22, Schaumwein aus der Pfalz
Weißwein
Weinflasche Christmann & Kauffmann Cuvée No. 204, Sekt Brut Nature L21, Schaumwein aus der Pfalz
Weißwein
Weinflasche Christmann & Kauffmann Cuvée No. 103, Sekt Brut Nature L20, Schaumwein aus der Pfalz
Weißwein
Weinflasche Christmann & Kauffmann Cuvée No. 104, Sekt Brut Nature L21, Schaumwein aus der Pfalz
Ausverkauft Weißwein
Weinflasche Christmann & Kauffmann Gimmeldinger Quacken Sekt Brut Nature, Schaumwein aus der Pfalz
Ausverkauft Weißwein

Mehr über Christmann & Kauffmann

Eine Lese, die es fast nicht gegeben hätte

Mugler hatte die Trauben des Jahrgangs bereits an den örtlichen Winzerverein verkauft. Der Verkauf wurde rückgängig gemacht — und vom 4. bis 6. September 2019 konnte gelesen werden, was der erste Sektgrundwein wurde.

Ein Keller existierte da noch nicht. Übergangsweise wurde das ehemalige Tanklager des bestehenden Weinguts zum Sektbereich umgebaut.

Nur Sekt

Das ist die eigentliche Besonderheit. Der Betrieb erzeugt ausschließlich Sekt und keinen Stillwein — was ihn von praktisch allen Nachbarn der Mittelhaardt unterscheidet, die Sekt als Nebenlinie führen.

Und er ist nicht aus Wachstum entstanden, sondern aus einer Betriebsaufgabe.

Wer Mathieu Kauffmann ist

Elsässer, zuvor Chef de Cave bei Champagne Bollinger, danach Kellermeister in Deidesheim. Er liest die Grundweine bei fünfundsiebzig bis achtzig Grad Oechsle — für Sekt, nicht für Wein.

Biodynamisch von der ersten Lese an

Nicht nachträglich umgestellt: Der Außenbetrieb wurde von Beginn an biodynamisch geführt. Anfang 2022 wurde der Betrieb in die Winzervereinigung respekt-BIODYN aufgenommen, als eigener Eintrag neben dem Weingut.

Sieben Lagen, einzeln dokumentiert

Gimmeldinger Biengarten, Quacken, Kapellenberg und Meerspinne, Königsbacher Heidböhl und Idig, Ruppertsberger Reiterpfad. Zu jeder Lage weist der Betrieb Ausrichtung, Höhe, Hangneigung und Boden aus — tertiärer Kalkmergel, Buntsandsteingeröll, Terrassenschotter, Löss auf Kalk.

Der Königsbacher Idig ist die Ausnahme: Diese Trauben kommen nicht aus dem eigenen Bestand, sondern werden im Weinberg des Weinguts A. Christmann gelesen.

Wie gearbeitet wird

Handlese ausschließlich in Kisten zu acht Kilogramm, Sortierung ganzer Trauben, sehr schnelle Pressung — gegen Bitterstoffe und Phenole. Die Grundweine vergären spontan im Holzfass und bleiben bis zur Füllung im Sommer unberührt darin. Danach traditionelle Flaschengärung mit mehrjährigem Hefelager in einem alten, kühlen Sandsteinkeller.

Ohne Dosage, durchgängig

Alle Sekte werden als Brut Nature abgefüllt, ohne jede Dosage. Das ist keine einzelne Spitzenfüllung, sondern gilt für das gesamte Sortiment.

Vierhundertzweiundvierzig Flaschen

So viele gab es vom ersten Lagensekt aus dem Gimmeldinger Biengarten, Jahrgang 2019. Vom Königsbacher Heidböhl waren es fünfhundertvierzehn. Zu jeder Füllung nennt der Betrieb Lesedatum, Fülldatum, Dauer des Hefelagers, Degorgierdatum, Dosage und Flaschenzahl.

Die ersten Lagensekte des Jahrgangs 2019 wurden im März 2024 degorgiert — nach fünfundvierzig Monaten auf der Hefe. Beim Ruppertsberger Reiterpfad waren es rund sechzig Monate.

Nicht zu verwechseln

Das Sektgut ist nicht das Weingut A. Christmann, auch wenn beide in Gimmeldingen sitzen und von denselben Personen mitgeführt werden. Es sind getrennte Rechtsträger; das Weingut ist im VDP, das Sektgut nicht.

Ebenso wenig gehören die Sekte des Deidesheimer Weinguts hierher, bei dem Kauffmann bis 2019 Kellermeister war.

Angaben zu Lagen, Böden, Arbeitsweise und Füllungen nach der Website des Betriebs und seiner Imagebroschüre, ergänzt um das Handelsregister und die Mitgliederliste von respekt-BIODYN. Eine Rebfläche nennt der Betrieb selbst nicht; Presseangaben schwanken zwischen zwölf und dreizehn Hektar, wovon ein Teil unterverpachtet sein soll — deshalb steht hier keine Zahl. Website und Broschüre widersprechen sich bei mehreren Pflanzjahren. Die im Handel verbreitete Bezeichnung als erstes rein biodynamisches Sektgut Deutschlands ist nicht belegt und deshalb hier nicht übernommen.