Das Sortiment
Der Einstieg
4 Weine · €44,90
Die Mitte
2 Weine · €72,90 bis €76,50
Die Spitze
2 Weine · €88,50
Mehr über Christmann & Kauffmann
Eine Lese, die es fast nicht gegeben hätte
Mugler hatte die Trauben des Jahrgangs bereits an den örtlichen Winzerverein verkauft. Der Verkauf wurde rückgängig gemacht — und vom 4. bis 6. September 2019 konnte gelesen werden, was der erste Sektgrundwein wurde.
Ein Keller existierte da noch nicht. Übergangsweise wurde das ehemalige Tanklager des bestehenden Weinguts zum Sektbereich umgebaut.
Nur Sekt
Das ist die eigentliche Besonderheit. Der Betrieb erzeugt ausschließlich Sekt und keinen Stillwein — was ihn von praktisch allen Nachbarn der Mittelhaardt unterscheidet, die Sekt als Nebenlinie führen.
Und er ist nicht aus Wachstum entstanden, sondern aus einer Betriebsaufgabe.
Wer Mathieu Kauffmann ist
Elsässer, zuvor Chef de Cave bei Champagne Bollinger, danach Kellermeister in Deidesheim. Er liest die Grundweine bei fünfundsiebzig bis achtzig Grad Oechsle — für Sekt, nicht für Wein.
Biodynamisch von der ersten Lese an
Nicht nachträglich umgestellt: Der Außenbetrieb wurde von Beginn an biodynamisch geführt. Anfang 2022 wurde der Betrieb in die Winzervereinigung respekt-BIODYN aufgenommen, als eigener Eintrag neben dem Weingut.
Sieben Lagen, einzeln dokumentiert
Gimmeldinger Biengarten, Quacken, Kapellenberg und Meerspinne, Königsbacher Heidböhl und Idig, Ruppertsberger Reiterpfad. Zu jeder Lage weist der Betrieb Ausrichtung, Höhe, Hangneigung und Boden aus — tertiärer Kalkmergel, Buntsandsteingeröll, Terrassenschotter, Löss auf Kalk.
Der Königsbacher Idig ist die Ausnahme: Diese Trauben kommen nicht aus dem eigenen Bestand, sondern werden im Weinberg des Weinguts A. Christmann gelesen.
Wie gearbeitet wird
Handlese ausschließlich in Kisten zu acht Kilogramm, Sortierung ganzer Trauben, sehr schnelle Pressung — gegen Bitterstoffe und Phenole. Die Grundweine vergären spontan im Holzfass und bleiben bis zur Füllung im Sommer unberührt darin. Danach traditionelle Flaschengärung mit mehrjährigem Hefelager in einem alten, kühlen Sandsteinkeller.
Ohne Dosage, durchgängig
Alle Sekte werden als Brut Nature abgefüllt, ohne jede Dosage. Das ist keine einzelne Spitzenfüllung, sondern gilt für das gesamte Sortiment.
Vierhundertzweiundvierzig Flaschen
So viele gab es vom ersten Lagensekt aus dem Gimmeldinger Biengarten, Jahrgang 2019. Vom Königsbacher Heidböhl waren es fünfhundertvierzehn. Zu jeder Füllung nennt der Betrieb Lesedatum, Fülldatum, Dauer des Hefelagers, Degorgierdatum, Dosage und Flaschenzahl.
Die ersten Lagensekte des Jahrgangs 2019 wurden im März 2024 degorgiert — nach fünfundvierzig Monaten auf der Hefe. Beim Ruppertsberger Reiterpfad waren es rund sechzig Monate.
Nicht zu verwechseln
Das Sektgut ist nicht das Weingut A. Christmann, auch wenn beide in Gimmeldingen sitzen und von denselben Personen mitgeführt werden. Es sind getrennte Rechtsträger; das Weingut ist im VDP, das Sektgut nicht.
Ebenso wenig gehören die Sekte des Deidesheimer Weinguts hierher, bei dem Kauffmann bis 2019 Kellermeister war.
Angaben zu Lagen, Böden, Arbeitsweise und Füllungen nach der Website des Betriebs und seiner Imagebroschüre, ergänzt um das Handelsregister und die Mitgliederliste von respekt-BIODYN. Eine Rebfläche nennt der Betrieb selbst nicht; Presseangaben schwanken zwischen zwölf und dreizehn Hektar, wovon ein Teil unterverpachtet sein soll — deshalb steht hier keine Zahl. Website und Broschüre widersprechen sich bei mehreren Pflanzjahren. Die im Handel verbreitete Bezeichnung als erstes rein biodynamisches Sektgut Deutschlands ist nicht belegt und deshalb hier nicht übernommen.








