Corzano e Paterno

Toskana · Italien · 10 Weine

1976 legte Wendelin Gelpke zwei Nachbargüter zu einem zusammen. Corzano und Paterno waren bis dahin zwei getrennte Fattorie mit je rund siebzig Hektar und je eigener, jahrhundertealter Adelsgeschichte. Erst mit dieser Zusammenlegung entstand der Betrieb, der heute diesen Namen trägt.

Gelpke war Architekt aus Basel und hatte beide Güter nur unter einer Bedingung gekauft: Er versprach den verkaufenden Familien, sie nicht zu teilen. Diese Bedingung gab er im Erbgang weiter.

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10 Produkte

Corzano e Paterno Il Corzanello Rosato IGT 2025 BIO
Corzano e Paterno Il Corzanello Bianco IGT 2025 BIO
Corzano e Paterno Il Corzanello Rosso IGT 2025 BIO
Weinflasche Corzano e Paterno „I Tre Borri“ IGT BIO, Rotwein aus der Toskana
Rücketikett Corzano e Paterno „I Tre Borri“ IGT BIO mit Pflichtangaben
Weinflasche Corzano e Paterno „I Tre Borri“ IGT BIO, Rotwein aus der Toskana
Rücketikett Corzano e Paterno „I Tre Borri“ IGT BIO mit Pflichtangaben
Weinflasche Corzano e Paterno Il Passito di Corzano IGT, Weißwein aus der Toskana
Weißwein
Weinflasche Corzano e Paterno Il Corzano Rosso IGT BIO, Rotwein aus der Toskana
Ausverkauft
Weinflasche Corzano e Paterno Chianti „Terre di Corzano“ DOCG BIO, Rotwein aus der Toskana
Rücketikett Corzano e Paterno Chianti „Terre di Corzano“ DOCG BIO mit Pflichtangaben
Ausverkauft
Weinflasche Corzano e Paterno Il Corzanello Bianco IGT BIO, Weißwein aus der Toskana
Rücketikett Corzano e Paterno Il Corzanello Bianco IGT BIO mit Pflichtangaben
Ausverkauft Weißwein
Weinflasche Corzano e Paterno Il Corzanello Rosso IGT BIO, Rotwein aus der Toskana
Rücketikett Corzano e Paterno Il Corzanello Rosso IGT BIO mit Pflichtangaben
Ausverkauft

Das Sortiment

Der Einstieg

5 Weine · €15,90 bis €16,90

Die Mitte

2 Weine · €17,90 bis €35,90

Die Spitze

3 Weine · €40,90 bis €54,90

Mehr über Corzano e Paterno

Wie es dazu kam

1969 ließ Gelpke sich in Florenz nieder. Ein befreundeter Marchese führte ihn nach San Casciano zu einem Gut, das die Familie wegen zu vieler Erben verkaufen musste. Gelpke bot an, es selbst zu kaufen — um es vor der Zerschlagung durch einen Spekulanten zu bewahren.

Was er übernahm, hatte weder Strom noch fließendes Wasser noch Heizung, die Rebflächen waren verwildert. Er zog mit seinem siebenjährigen Sohn und seinem Neffen ein; seine Schwester kam mit ihrer Familie aus den Niederlanden dazu. 1972 wurden die ersten eigenen Flaschen abgefüllt, von sechs Hektar, die er selbst gepflanzt hatte.

Die Schafe waren nicht wegen des Käses da

Anfang der siebziger Jahre ließ Gelpke durch einen sardischen Schäfer Milchschafe ankaufen — ursprünglich nur, um die verbuschten Flächen frei zu halten. Seinen ersten Käse machte er in einem Kessel über dem offenen Küchenfeuer.

Verkauft wurde die Milch danach jahrelang an fremde Käser. Erst 1992 kaufte der Betrieb eine eigene Käserei und übergab sie an Antonia Ballarin, die ein Jahr zuvor genau bei jener Käserei in die Lehre gegangen war, die bis dahin die Milch aufkaufte. Sie entwickelte eigene Sorten — mit der Begründung, die lokale Tradition habe außer Ricotta und Pecorino nichts vorgesehen.

Ein Käse aus einem Fehler

Der bekannteste heißt Buccia di Rospo, Krötenhaut. Er entstand, weil zu hohe Luftfeuchte im Reifekeller einen Bruch missgestaltet und dunkel verschimmelt geraten ließ. Der Laib war schon für die Schweine bestimmt, als Antonia Ballarin vor dem Wegwerfen hineingriff und den Kern brauchbar fand.

Drei Standbeine, ein Kreislauf

Wein, Schafkäse und Olivenöl stehen hier gleichrangig nebeneinander. Und sie hängen zusammen: Der einzige Dünger für Weinberge und Olivenhaine ist der Mist der eigenen Herde.

Die Rebfläche umfasst heute knapp zwanzig Hektar an den steilen, steinigen Hängen um das befestigte Gutshaus — auf dreihundert Metern, in einem nach Südsüdwest geöffneten natürlichen Amphitheater. Dazu kommen rund viertausend Olivenbäume.

Im Keller

Gelesen wird von Hand, vergoren spontan ohne Reinzuchthefen, in kleinen offenen Behältern und Holzbottichen. Die Maische steht drei bis fünf Wochen, bei den Spitzenweinen bis zu vierzig Tage; extrahiert wird vor allem durch schonendes Unterstoßen des Tresterhuts von Hand. Ausgebaut wird in großen Fässern zu fünfundzwanzig und vierzig Hektolitern, dazu Tonneaux und gebrauchte Barriques.

Warum kein Chianti Classico

Das Gut liegt in San Casciano in Val di Pesa, einer Chianti-Classico-Gemeinde — aber außerhalb der Classico-Zone. Der Fluss Pesa trennt das Land davon ab. Die Weine laufen deshalb als Chianti DOCG und als Toscana IGT.

Vier Generationen, drei Familien

Wendelin Gelpke starb 2001. Sein Neffe Aljoscha Goldschmidt leitet den Betrieb; 2005 übernahm Gelpkes Tochter Arianna, Önologin, die Kellerwirtschaft. Ihre Schwester Sibilla kam 2016 zurück und führt die Gastlichkeit samt einem kleinen Hofrestaurant im ehemaligen Heuschuppen. 2018 traten die Zwillinge Oscar und William Goldschmidt ein — der eine für Ställe und Käse, der andere für den Wein.

Eine Notiz zur Herkunft: Die Wurzeln des Betriebs sind schweizerisch. Gelpke wurde in Basel geboren und schloss sein Architekturstudium an der ETH Zürich ab; sein Neffe und sein ältester Sohn lernten an der Schweizer Weinbauschule Wädenswil. Diese Technik traf hier auf die überlieferte lokale Praxis.

Angaben nach der Website des Betriebs (corzanoepaterno.com), einschließlich der ausführlichen Hofgeschichte, ergänzt um eine Reportage von Latitudes Life. Die eigenen Seiten nennen für Gesamtfläche, Herdengröße und einzelne Jahreszahlen unterschiedliche Werte; die Bio-Angabe steht auf den Wein- und Produktseiten des Betriebs, eine Kontrollstelle wird dort nicht genannt.