Das Sortiment
Der Einstieg
3 Weine · €94,90 bis €162,90
Die Mitte
2 Weine · €257,90
Die Spitze
2 Weine · €676,90
Mehr über Georges Laval
Was 1971 heißt — und was nicht
Eine Klarstellung, weil beides oft vermischt wird: 1971 ist das Jahr der Umstellung in der Praxis. Der formelle Eintritt in das EU-Kontrollsystem erfolgte erst 1995 — die entsprechende Verordnung gab es 1971 schlicht noch nicht. Kontrolliert wird der Betrieb heute durch Ecocert France.
Cumières
Das Dorf liegt am rechten Marne-Ufer, wenige Kilometer von Épernay, und ist als Premier Cru eingestuft. Die Hänge liegen nach Süden und öffnen sich amphitheaterförmig; unter einer dünnen Deckschicht steht Kreide. Die Familie ist dort nach den Dorfarchiven seit 1694 nachweisbar.
Vincent Laval übernahm den Betrieb 1996 von seinem Vater und formuliert seine Haltung dazu knapp: Er setze fort, was er für unumgänglich halte — die biologische Bewirtschaftung.
Flurbereinigung in Eigenregie
1931 besaß die Familie im Lieu-dit Les Hautes Chèvres eine Parzelle von drei Ar. Drei Ar sind dreihundert Quadratmeter. Über Jahrzehnte wurde getauscht und zugekauft, bis daraus mehr als ein Hektar in siebzehn zusammenhängenden Parzellen wurde.
Das ist keine Sammelleidenschaft, sondern Voraussetzung: Eine geschlossene Fläche lässt sich biologisch bewirtschaften, ein Flickenteppich zwischen konventionellen Nachbarn nicht.
Was man gegen die Nachbarn tut
Zwei Maßnahmen, die selten irgendwo stehen. Der Betrieb behandelt rund dreißig Ar fremdes Nachbarland auf eigene Kosten mit den eigenen Bio-Mitteln, damit von dort nichts herüberweht. Und gemeinsam mit dem Branchenverband CIVC hat er durchgesetzt, dass Firmen für Luftbehandlungen mindestens fünfzehn Meter Abstand zu den Bio-Parzellen halten.
Eine Parzelle ohne Vorgeschichte
Les Longues Violes ist seit Generationen in Familienbesitz. Der Betrieb gibt an, dort seien nie synthetische Pestizide, Herbizide oder Mineraldünger ausgebracht worden — die Vorfahren hätten schlicht nie welche benutzt. Zwischen 2003 und 2020 bekam die Parzelle überhaupt keine Düngung. Dort stehen Massenselektionen: Meunier von 1947, Pinot Noir von 1964 und 1984.
Handarbeit als Rechenposten
Sämtliche Arbeiten im Weinberg laufen von Hand, bis hin zum Gipfeln — damit kein Traktor wiederholt durch die Gassen fahren und den Boden verdichten muss. Der Betrieb rechnet mit mehr als einer Arbeitskraft je Hektar; in der Champagne ist eine Kraft auf drei Hektar der Durchschnitt.
Im Keller wird auf traditionellen Champagnerpressen gepresst, die Gärung setzt nach dem Vorklären von selbst ein, ohne Chaptalisierung, in Eichenfässern. Es wird nicht geschönt und nicht filtriert. Sorten und Lagen vergären getrennt und werden erst kurz vor dem Tirage zusammengeführt. Gerüttelt wird von Hand auf dem Pupitre, rund dreißig Tage lang.
Nicht zu verwechseln
Im selben Dorf sitzt Champagne Laval-Louis, ein anderer Betrieb. Und in Boursault gibt es Champagne Michel Laval, ebenfalls unabhängig. Zusätzlich verwirrend: Manche Händler führen die Weine unter „Vincent Laval“ statt unter dem offiziellen Betriebsnamen — es ist dasselbe Haus.
Angaben zu Umstellung, Lagen, Parzellen und Arbeitsweise nach der Website des Betriebs (georgeslaval.fr), ergänzt um das Register der Agence Bio, das Zertifikatsregister von Ecocert und das Profil der Association des Champagnes Biologiques. Zur Rebfläche und zur Jahresproduktion stehen auf der eigenen Website zwei unterschiedliche Stände nebeneinander.










