9 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
4 Weine · €41,90 bis €61,90
- Piandorino Toskana IGT 2020 €41,90
- Piandorino Toskana IGT 2021 €43,90
- Rosso di Montalcino DOC 2018 €61,90
Die Mitte
3 Weine · €77,90 bis €81,90
- Rosso di Montalcino DOC 2019 €77,90
- Rosso di Montalcino DOC 2020 €81,90
- Rosso di Montalcino DOC 2021 €81,90
Die Spitze
2 Weine · €98,90 bis €134,95
Mehr über Pian Dell'Orino
Zwei Herkünfte
Caroline Pobitzer stammt aus Südtirol und betreute dort die Familienliegenschaft Castel Katzenzungen, an deren Fuß eine über sechshundert Jahre alte Rebe steht. Jan Erbach wurde in Karlsruhe geboren, studierte unter anderem in Geisenheim Weinbau und arbeitete mehrere Jahre in Frankreich, bevor er nach Montalcino kam.
Die Rollen sind auf der eigenen Website klar verteilt: Er verantwortet Weinberg und Keller, sie die Verwaltung und die Beziehungen nach außen. Rechtlich ist sie die Betriebsinhaberin.
Sieben Lagen auf knapp sechs Hektar
Das ist die Eigenart dieses Betriebs. Fünf Komma acht Hektar Reben verteilen sich auf sieben getrennte Lagen zwischen zweihundertsiebzig und fünfhundert Metern Höhe — eine für Montalcino ungewöhnlich breite Staffelung auf kleinster Fläche. Dazu kommen anderthalb Hektar Oliven, ein halber Hektar Garten und über dreieinhalb Hektar Wald.
Jede Lage entspricht einer geologischen Formation, und danach richtet sich auch die Aufteilung der Weine. Pian dell'Orino auf fünfhundert Metern trägt hellen, kalkhaltigen Boden mit eingeschlossenen Muscheln. Pian Bassolino kontinentale Konglomerate. Scopeta graue Meerestone aus dem Pliozän über sehr tonigem Kalkgestein. Und Cancello Rosso zur Hälfte terra rossa aus zersetzten Eisensilikaten.
In den südöstlichen Lagen sind die kalkhaltigen Mergel mit vulkanischem Material aus Ausbrüchen des Monte Amiata durchmischt.
Nur Sangiovese — in zweiundzwanzig Klonen
Eine einzige Rebsorte, aber nicht ein einziger Klon. 2011 legte das Gut eine Versuchslage an, Del Moro, nordostexponiert auf vierhundertsiebzig Metern, um die genetischen Unterschiede zwischen Sangiovese-Klonen unter den eigenen Bedingungen zu beobachten.
Diese Fläche ist heute die Quelle für alles Neue: Rebmaterial für Neuanlagen kommt aus dem eigenen Bestand über Massenselektion, nicht aus der Rebschule.
Reben, die an Bäumen wachsen
2020 entstanden daraus zwei neue Lagen — und eine davon greift eine etruskische Erziehungsform wieder auf. In Pian dell'Oro wachsen die Reben als vite maritata, „vermählte Rebe“, ohne Draht und Pfahl an lebenden Bäumen: Feldahorn, Pflaume, Mehlbeere, Maulbeere. Die zweite neue Lage, Olivetello, steht im Alberello.
Eine Flasche je Rebstock
So formuliert das Gut seine Ertragsgrenze. Gelesen wird von Hand in Fünfzehn-Kilo-Kisten, dreifach selektiert, unter CO₂ vor Oxidation geschützt. Vergoren wird spontan mit weinbergseigenen Hefen — keine Reinzuchthefen, keine Enzyme, keine Zusatzstoffe. Der Brunello steht vier bis zehn Wochen auf der Maische und reift danach sechsunddreißig bis fünfundfünfzig Monate im Holz. Filtriert wird nicht.
Im Weinberg kommen biodynamische Präparate zum Einsatz, eigener Kompost und Pflanzenauszüge aus Schafgarbe, Schachtelhalm, Weide und Alant. Zertifiziert ist der Betrieb biologisch durch ICEA; ein Demeter-Zertifikat ist trotz gegenteiliger Händlerangaben in keinem Register auffindbar.
Ein Manifest gegen die Herkunftsbezeichnung
Das Gut hat eine eigene Zonierungs- und Terroirstudie erarbeitet und stellt sie samt Klontabelle öffentlich zum Herunterladen bereit. Dazu kommt ein „Manifesto delle diversità“, in dem es das System der Herkunftsbezeichnungen offen kritisiert und die Zonierung dagegensetzt — eine Position, die ein DOCG-Erzeuger selten so deutlich formuliert.
Der Keller
2007 neben dem Gutshaus gebaut, aus Lehm, Holz, Kalk und Steinen aus den eigenen Weinbergen. Seine runde Form ist einer Wiege nachempfunden.
Nicht zu verwechseln
Pian delle Vigne in Montalcino gehört den Marchesi Antinori, Pianrosso zu Ciacci Piccolomini. Und innerhalb des Betriebs selbst liegen die Namen dicht beieinander: Pian dell'Oro ist eine Lage, Piandorino der Toscana IGT des Hauses.
Angaben zu Kauf, Lagen, Böden, Klonen und Kellerarbeit nach der Website des Guts (piandellorino.it) und ihren archivierten Fassungen, ergänzt um das Bio-Zertifikat von ICEA, das der Betrieb selbst bereitstellt. Zur Rebfläche und zu zwei Pflanzjahren enthält die eigene Website widersprüchliche Angaben; ein Jahr für die erste Ernte ist nirgends belegt.
















