8 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
3 Weine · €15,90 bis €25,90
Die Mitte
3 Weine · €27,90 bis €36,90
Die Spitze
2 Weine · €39,75 bis €48,90
Mehr über Scarbolo
Eine Obergrenze, freiwillig
Der Betrieb hat sich selbst zwanzig Hektar Rebfläche als Höchstmaß gesetzt. Die Begründung ist schlicht: Nur bis dahin lässt sich von Hand statt mit der Maschine arbeiten.
Von knapp einundzwanzig Hektar Gesamtfläche sind gut sechs überhaupt keine Reben, sondern ausdrücklich für Artenvielfalt reserviert — Hecken, Teiche, Dauerwiesen, Gehölze, Obst- und Gemüsegarten.
Der Merlot ist weg
Er hatte die Arbeit des Vaters über Jahrzehnte geprägt. 2020 wurde er zum letzten Mal vinifiziert, 2023 wurden die Anlagen gerodet. Der letzte Jahrgang kam 2023 auf die Flasche — nach eigener Darstellung aus den Fässern ausgewählt, die den Berührungspunkt zwischen den Geschwistern und der Handschrift des Vaters abbilden.
Fast alles eine Sorte
Pinot Grigio steht auf drei der neun Lagen und trägt den größten Teil der Produktion — in drei getrennten Vinifikationen. Einmal als Ramato mit Maischestandzeit bis zum Aufsteigen des Tresterhuts, rund drei Tage. Einmal weiß gekeltert als Einzellagenwein. Und einmal maischevergoren über gut zwei Wochen, teils mit Rappen.
Ein Sortiment, das die Sorte zum Thema macht, statt sie als Massenware zu führen.
Hefe, die im Weinberg bleibt
Der Gäransatz wird nicht zentral im Keller gemacht, sondern in jeder Lage einzeln: Zwei bis drei Tage vor der Lese werden dort einige Doppelzentner Trauben von Hand gepresst, und die Fässchen bleiben bis zur Lese im Herkunftsweinberg stehen. So sollen sich die Hefen der einzelnen Lagen nicht im Keller vermischen.
Nicht gemäht, sondern gewalzt
Keine Bewässerung, keine Bodenbearbeitung, kein Laubschnitt. Die Begrünung wird gewalzt statt gemäht, die Laubwand gerollt statt geschnitten. Ertrag wird allein über den Schnitt reguliert. Gedüngt wird, wenn überhaupt, aus einem geschlossenen Kompostkreislauf aus Trester, Rappen und Rebholz des eigenen Betriebs.
Lieber abgestuft als korrigiert
Beim Jahrgang 2024 verfehlte ein einzelner Analysewert die Vorgabe der Herkunftsbezeichnung. Der Betrieb hätte den Wein säuern können. Er stufte ihn stattdessen freiwillig auf die niedrigere Herkunft zurück.
Alte Genetik zurückgeholt
Bis 2024 stand der gesamte Betrieb auf einem einzigen Pinot-Grigio-Klon. Für die erste Neupflanzung nach der Übernahme wurden zwei alte Biotypen aufgespürt und daraus eine Massenselektion gezogen, dazu eine Selektion aus Samen. Eine kleine Anlage dient nur der Gewinnung von Edelreisern.
In der Ebene, nicht im Hügelland
Der Betrieb liegt nicht in den bekannteren Hügelzonen des Friaul, sondern in der Ebene — auf alpinen Schwemmablagerungen dolomitisch-kalkigen Ursprungs. Diese unterschätzte Herkunft macht er ausdrücklich zum Programm.
Etiketten in Aquarell
Sämtliche Etiketten malt ein friulanischer Künstler, der die Weine verkostete, ohne etwas über ihre Bereitung zu erfahren. Die Originale hängen im Weingut.
Ein offenes Tagebuch
Seit Herbst 2023 veröffentlicht der Betrieb zu jeder Tag- und Nachtgleiche und jeder Sonnenwende ein Saisontagebuch — samt Fehlschlägen, Ertragszahlen und Analysewerten. Daher stammen die meisten Angaben in diesem Text.
Angaben zu Flächen, Lagen, Böden, Arbeitsweise und Mengen nach dem Datenblatt des Betriebs, seinen Weindatenblättern und elf Saisontagebüchern der Jahre 2023 bis 2026, ergänzt um das Bio-Zertifikat und einen EU-Förderbescheid. Zum Gründungsjahr weichen die Quellen ab: Der Betrieb selbst nennt 2020, Importeure nennen 1982 und den Vater als Gründer — vermutlich zwei verschiedene Ereignisse. Ältere Flächenangaben von fünfundzwanzig bis dreißig Hektar sind nicht falsch, sondern überholt. Das Restaurant des Vaters kommt in keiner aktuellen Betriebsunterlage vor und ist deshalb hier nicht als Teil des Weinguts dargestellt.









