11 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
5 Weine · €18,90 bis €19,90
- Bianco Porticello IGT 2024 €18,90
- Bianco Porticello IGT 2023 €18,90
- Rosa Caolino IGT 2024 €19,60
Die Mitte
3 Weine · €25,90 bis €34,90
Die Spitze
3 Weine · €39,90 bis €41,90
- Corinto IGP 2018 €39,90
- Corinto IGT 2019 €39,90
- EúxEnos Amphore IGT 2021 €41,90
Mehr über Tenuta di Castellaro
Ein Keller, der komplett unter der Erde liegt
Das Kellergebäude ist vollständig eingegraben und erstreckt sich über drei senkrecht gestapelte Ebenen — damit der Wein allein durch die Schwerkraft von oben nach unten wandert und keine Pumpe braucht. Entworfen haben es die Architekten Michele Giannetti und Alessandro Dalpiaz aus Hamburg.
Zwei Bauteile fallen dabei besonders auf. Sonnenkamine leiten Tageslicht bis in die unterirdische Fasshalle und machen elektrisches Licht dort fast überflüssig. Und ein Windturm nach dem Vorbild des persischen Badgir hält Temperatur und Luftfeuchte im Fasskeller konstant, unterstützt von einem Thermolabyrinth im Boden. Dazu kommen Photovoltaik auf allen Kellerdächern und eine Pflanzenkläranlage für das Abwasser.
In den Wänden sind die Gesteinsschichten sichtbar gelassen. Der Betrieb liest darin nach eigener Angabe über zwanzigtausend Jahre Erdgeschichte.
Vulkanischer Sand statt Kalk
Die Böden bestehen aus mineralreichem vulkanischem Sand, dazu Bims und Lavastein. Erzogen wird ausschließlich im traditionellen Alberello, dem Kopferziehungssystem ohne Drahtrahmen, das auf den Äolischen Inseln seit jeher üblich ist. Gelesen wird von Hand.
Eine zweite, viel kleinere Fläche liegt am anderen Ende der Insel: die Vigna Cappero, siebentausend Quadratmeter Terrassen mit Lavasteinmauern auf nur achtzig Metern Höhe. Der Gegenpol zur Hochebene.
Eine Traube, die keine Kerne hat
Corinto Nero ist die interessanteste Sorte des Hauses: eine autochthone rote Traube mit kleinen Beeren, dünner Schale und praktisch ohne Kerne. Plinius der Ältere nannte sie uva marina nera. Historisch wurde sie zu Rosinen getrocknet und dem Malvasia-Verschnitt beigegeben.
Ihr eigentliches Kunststück liegt im Jahr 1889. Als die Reblaus die Insel erreichte, überlebte der liparische Corinto Nero — der asche- und sandreiche Boden eines alten Kraters ließ den Schädling nicht anwachsen. Tenuta di Castellaro füllt die Sorte heute reinsortig ab.
Malvasia in drei Lesarten
Die Malvasia delle Lipari, seit 1973 als DOC anerkannt, ist die Signatur der Insel. Für den süßen Passito werden die Trauben rund fünfzehn Tage in der Sonne getrocknet, auf Holzgestellen, die sich bewegen lassen. Daneben stellt das Gut aber auch eine trockene, reinsortige Fassung unter dem Namen Euxenos — und verschneidet die trockene Malvasia im Bianco Pomice mit Carricante. Die süße Inseltradition steht damit neben zwei trockenen Auslegungen derselben Traube.
Nicht nur Lipari
Zum Betrieb gehört ein zweites Standbein am Nordhang des Ätna, in der Gemeinde Castiglione di Sicilia. Weine von dort sind kein Erzeugnis der Äolischen Inseln, auch wenn sie denselben Namen tragen. Auf Lipari selbst gehören außerdem ein Bistro und ein kleines Weinresort dazu; das benachbarte Kaolin-Areal hat der Betrieb hergerichtet und öffentlich zugänglich gemacht.
Nicht zu verwechseln
Der Name klingt der toskanischen Castellare di Castellina zum Verwechseln ähnlich — die beiden haben nichts miteinander zu tun. Gemeint ist ausschließlich der Betrieb auf Lipari, Provinz Messina.
Angaben zu Gründung, Lagen, Böden, Arbeitsweise und Kellerbau nach der Website des Betriebs (tenutadicastellaro.it), ergänzt um italienische Fachpresse für die Jahreszahlen zu erster Ernte und Fertigstellung des Kellers, die der Betrieb selbst nicht nennt. Zur Rebfläche und zur Jahresproduktion weichen die Quellen voneinander ab; die Bio-Zertifizierung wird auf der eigenen Seite genannt, ohne die Kontrollstelle zu benennen.














