Valfaccenda

Piemont · Italien · 11 Weine

2010 gründeten Carolina Roggero und Luca Faccenda in Canale ihr Weingut und füllten im selben Jahr die ersten beiden Weine ab. Sie hatten dafür weder eine eigene Kellerei noch einen Traktor — auch die befahrbaren Parzellen wurden anfangs von Hand bearbeitet, weil schlicht kein Traktor da war.

Kennengelernt hatten sich die beiden 2004: sie Ingenieurin, er Önologe. Das Gut beschreibt seinen Anfang als „Lager für Ideen“, aus dem mit der Zeit ein Lebensprojekt wurde.

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11 Produkte

Valfaccenda bis-turna vino rosso 2025
Valfaccenda bis-lacco vino bianco 2025
Weißwein
Valfaccenda Roero bianco DOCG 2025 BIO
Weißwein
Weinflasche Valfaccenda Roero Valmaggiore Riserva DOCG BIO, Rotwein aus dem Piemont
Weinflasche Valfaccenda Roero rosso DOCG BIO, Rotwein aus dem Piemont
Weinflasche Valfaccenda Roero rosso DOCG BIO, Rotwein aus dem Piemont
Rücketikett Valfaccenda Roero rosso DOCG BIO mit Pflichtangaben
Weinflasche Valfaccenda Roero Valmaggiore Riserva DOCG, Rotwein aus dem Piemont
Weinflasche Valfaccenda Roero rosso DOCG BIO, Rotwein aus dem Piemont
Valfaccenda Roero rosso DOCG 2023 BIO Rücketikett
Weinflasche Valfaccenda Vindabeive rosso, Rotwein aus dem Piemont
Weinflasche Valfaccenda Roero bianco DOCG BIO, Weißwein aus dem Piemont
Rücketikett Valfaccenda Roero bianco DOCG BIO mit Pflichtangaben
Ausverkauft Weißwein
Weinflasche Valfaccenda bis-lacco vino bianco, Weißwein aus dem Piemont
Ausverkauft Weißwein

Das Sortiment

Der Einstieg

4 Weine · €19,90 bis €22,90

Die Mitte

4 Weine · €24,90 bis €34,90

Die Spitze

2 Weine · €58,90

Mehr über Valfaccenda

Ein Name aus dem Kataster

Valle Faccenda ist kein Kunstname, sondern ein Flurname. Unter ihm taucht die Familie 1749 erstmals schriftlich im Tal auf; die Katasterkarten führen ihn seit jeher. 1928 baute Großvater Leone die Cascina, 1985 sanierten Lucas Eltern sie zum ersten Mal, zwischen 2016 und 2020 wurde sie erneut hergerichtet — nun als Wohnhaus, Kellerei, Verkostungsraum und kleiner Gästebetrieb in einem.

Zwei Sorten, sonst nichts

Arneis und Nebbiolo, die beiden autochthonen Sorten des Roero. Keine internationalen Reben, keine Anleihen aus den Langhe. Das Gut formuliert diese Selbstbeschränkung ungewöhnlich zugespitzt: Mit diesen Trauben habe man einen Exklusivvertrag geschlossen — ein Terroir lasse sich nur über die am tiefsten verwurzelten Sorten vinifizieren.

Sand, kein Kalkmergel

Das Roero liegt nördlich des Tanaro und unterscheidet sich geologisch deutlich von den Langhe im Süden. Hier stehen die sabbie astiane — astianische Sande, die einst die Meeresböden des padanischen Golfs bildeten, vermischt mit älteren Tonschichten und guten Schluffanteilen.

Vier amtliche Lagen

Seit der Ernte 2017 kennt die DOCG Roero die Menzioni Geografiche Aggiuntive, also amtlich abgegrenzte Einzellagen. Valfaccenda bewirtschaftet Parzellen in vieren davon: Loreto und Mompellini in Canale, San Grato in Santo Stefano Roero und Valmaggiore in Vezza d'Alba. Innerhalb von Valmaggiore liegt die Einzelparzelle Sola, deren Kern auf eine Pflanzung von 1947 zurückgeht — die Hangneigung dort lässt nur Handarbeit zu.

Riserva nur, wenn das Jahr es hergibt

Das erklärt eine Verwirrung, die im Handel regelmäßig auftaucht. Loreto und Valmaggiore tragen die Bezeichnung Riserva nicht in jedem Jahrgang. Das Gut formuliert es so: In Jahrgängen von besonderem Rang schmücke sich der Wein mit der Bezeichnung Riserva. Deshalb stehen dieselben Weine mal mit, mal ohne diesen Zusatz im Regal — das ist kein Fehler.

Nichts wegnehmen, nichts hinzufügen

Das Gut nennt seine Arbeitsweise enologia conservativa: Vinifikationen, die der natürlichen Umwandlung der Trauben nichts nehmen und nichts hinzufügen. Beim weißen Valfaccenda werden zwei Teile vereint — einer aus reiner Saftgärung, einer aus Ganztraubengärung; die Anteile wechseln je nach Jahrgang. Abgefüllt wird bei abnehmendem Mond: der Weiße am Ende des Frühjahrs, der Rote im Herbst nach der Lese.

SoloRoero

Gemeinsam mit Cascina Fornace und Alberto Oggero hat das Gut ein Kollektiv gegründet. Drei eigenständige Betriebe, die sich darauf verpflichtet haben, ausschließlich Arneis und Nebbiolo zu vinifizieren.

Zwei Firmen, eine Marke

Praktisch beim Suchen: Abgefüllt und rechtlich geführt wird unter „Azienda Agricola Valroggero di Roggero Carolina“. Daneben existiert „Az. Agr. Valfaccenda di Faccenda Luca“, unter der der Betrieb im amtlichen Verzeichnis der Ökolandbau-Betriebe der Region Piemont steht. Händler listen mal unter dem einen, mal unter dem anderen Namen. Ein Zertifizierer lässt sich aus dem Verzeichnis nicht sauber ablesen, und die eigene Website erhebt keinen Bio-Anspruch — deshalb steht hier auch keiner.

Angaben zu Gründung, Lagen, Böden, Weinen und Arbeitsweise nach der Website des Betriebs und seinen Merkblättern, geprüft an den amtlichen Lagenkarten und der Erzeugerliste des Consorzio Tutela Roero. Zur Rebfläche macht weder der Betrieb noch das Consorzio eine Angabe; die im Handel kursierenden Werte widersprechen sich und sind hier deshalb weggelassen.