7 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
3 Weine · €61,60 bis €66,65
Die Mitte
2 Weine · €89,90
Die Spitze
2 Weine · €111,90 bis €120,90
Mehr über La Nerthe
Der Mann, der die Appellation umbenannte
Ducos blieb nicht bei seinem eigenen Weinberg. Er wurde Abgeordneter und Bürgermeister des Ortes, und auf ihn geht der Vorschlag zurück, die Herkunftsbezeichnung Châteauneuf-Calcernier durch Châteauneuf-du-Pape zu ersetzen.
1936 wurde daraus die erste Appellation d'Origine Contrôlée Frankreichs.
Die Parzelle, die alles trägt
Die erste nach der Reblaus wieder bepflanzte Fläche ist bis heute die Grundlage der Cuvée des Cadettes. Der Wein hängt also unmittelbar an diesem Wendepunkt.
Bio seit 1998
Das ist keine Händlerbehauptung, sondern ein Registerdatum: Am 17. Februar 1998 meldete sich das Gut bei Ecocert an. Zu diesem Zeitpunkt war zertifizierter Bioanbau in Châteauneuf-du-Pape die Ausnahme.
Im Bio-Register sind neben Keltertrauben und Wein auch Oliven und Brachflächen geführt — und ausdrücklich kein Parallelbetrieb konventioneller Ware.
Siebenundfünfzig Parzellen, einzeln ausgebaut
Rund neunzig Hektar, aufgeteilt in siebenundfünfzig Parzellen, die das Gut selbst climats nennt — ein Wort, das man sonst aus dem Burgund kennt. Jede wird getrennt vergoren; der endgültige Verschnitt entsteht erst nach dem Ausbau.
Rund zehn Hektar der Gutsfläche sind Wald und Unterholz und stehen bewusst nicht unter Reben.
Kiesel und Ton
Kernstück ist das Plateau de la Crau. Oben liegen die Galets roulés — Rollkiesel, die eiszeitliche Gletscher aus den Alpen herantrugen —, darunter Ton. Im Süden des Plateaus tritt der Ton bis an die Oberfläche, bei Cansaud sind die Böden warm und steinig, im Gewann La Nerthe sandig.
Beidseits des Schlosses treten natürliche Quellen aus.
Zwei Weine aus einer einzigen Lage
In einer Appellation, die über den Verschnitt von bis zu dreizehn Sorten definiert ist, sind Einzellagenweine ungewöhnlich. Der Clos de Beauvenir wächst im ummauerten ehemaligen Schlossgarten, Roussanne-dominiert. Les Clavelles ist reinsortiger Grenache von einer Parzelle am Westhang der Crau, in sehr kleiner Menge.
Ein Keller aus dem 16. Jahrhundert
Von Hand in den Fels gehauen, im 18. Jahrhundert erweitert — und seither derselbe. Ausgebaut wird dort in Fässern, Demi-muids und Foudres.
Im Weinberg
Ausschließlich Handlese mit parzellenweiser Reifekontrolle, sortiert im Weinberg und ein zweites Mal am Tisch. Dazu Begrünung, Hecken, Obstgehölze, Nistkästen für Meisen, Fledermäuse und Eulen sowie Schafe, die im Winter beweiden. Bodenbearbeitung mit leichteren Geräten, um Verdichtung zu begrenzen.
Nicht zu verwechseln
„Les Cassagnes de La Nerthe“ trägt den Gutsnamen, ist aber kein Châteauneuf-du-Pape, sondern ein Côtes-du-Rhône Villages aus Weinbergen bei Uchaux.
Außerdem gibt es bei Marseille eine Gemeinde Gignac-la-Nerthe mit einem gleichnamigen Gut ohne jede Verbindung. Der Name des Weinguts stammt von einem Priorat „la Nerte“ in Marseille — einen heutigen Bezug dorthin gibt es nicht.
Angaben zu Geschichte, Lagen, Böden, Arbeitsweise und Weinen nach der Website des Guts, ergänzt um das französische Unternehmensregister und das Register der Agence Bio, aus dem das Datum der Bio-Anmeldung stammt. Zur Rebfläche nennen Gut und Erzeugerverband neunzig beziehungsweise zweiundneunzig Hektar. Baujahr des Schlosses, Erstjahrgänge der Spitzencuvées und die Abfolge der Betriebsleiter stützen sich nur auf Sekundärquellen. Eine Produktionsmenge ist nicht belegt.











