10 Produkte
Das Sortiment
Der Einstieg
3 Weine · €29,90 bis €56,90
Die Mitte
3 Weine · €58,90 bis €68,50
Die Spitze
2 Weine · €68,90 bis €69,90
Mehr über Louise Brison
Kein einziger Champagner ohne Jahrgang
Das ist die zentrale Entscheidung dieses Hauses, und sie wird konsequent durchgehalten: Es gibt hier keine Assemblage über mehrere Jahre hinweg. Der Betrieb stellt das ausdrücklich gegen die Branchenlogik und fragt in eigenen Worten, was langweiliger sei, als eine Marke an einen gleichbleibenden Geschmack zu binden.
Praktisch heißt das: Jeder Jahrgang schmeckt anders, weil jedes Jahr anders war. Aus der hauseigenen Vinothek kommen ältere Jahrgänge zurück in den Verkauf, zurück bis in die neunziger Jahre.
Suchen Sie hier keine Kreide
Die Côte des Bar liegt im Département Aube, weit im Süden der Champagne — und geologisch näher an Chablis als an Reims. Der Betrieb formuliert es selbst so: In der Côte des Bar suche man die Kreide vergeblich, es gebe keine. Was es stattdessen gibt, ist Kimmeridge-Mergel, ein tonig-kalkiges Muttergestein voller versteinerter Meeresorganismen — genau das Gestein, auf dem auch Chablis steht.
Daraus folgt eine Sortenwahl, die für die Gegend untypisch ist. Die Côte des Bar ist Pinot-Noir-Land; hier stehen dreißig Prozent Chardonnay. Die Winzerin begründet das ausdrücklich mit der Chablis-Verwandtschaft des Bodens.
Burgunderfässer statt Tank
Alle Weine werden im Eichenfass vergoren und ausgebaut, in burgundischen Fässern zu 228 Litern — klein genug, um die Parzellen getrennt zu halten. Die Gärhefe bleibt als Feinhefe im Fass, ausgebaut wird rund neun Monate, dann folgt die Flaschengärung. Gearbeitet wird mit der Schwerkraft, um die Moste zu schonen.
Die Linie „Légende“ bleibt mindestens zehn Jahre auf der Latte.
Vier Generationen, zwei Frauen an den Enden
Delphine Brulez, Agraringenieurin und Önologin, ist die Urenkelin von Louise Brison. Sie kam 2006 direkt nach ihrem Abschluss zur Ernte zurück auf den Betrieb — nach eigener Schilderung mitten hinein in die Arbeit — und führt ihn heute. Damit setzt sie eine Linie fort, die eine Frau begonnen hat. Sie gehört der Vigneronnen-Vereinigung Les Fa'Bulleuses de Champagne an.
Der Weg zur Zertifizierung
Die biologische Arbeitsweise erprobte sie zunächst auf Teilflächen und weitete sie ab der Saison 2012 auf den ganzen Betrieb aus. 2017 folgte der Antrag auf Zertifizierung, 2020 der erste zertifizierte Jahrgang. Zertifizierer ist Certipaq Bio; das Zertifikat ist im Register des Kontrolleurs einsehbar.
Im Weinberg heißt das: keine Herbizide, organische Düngung, das Rebholz wird nach dem Schnitt gehäckselt und bleibt in der Gasse, der Boden wird mechanisch bearbeitet. Gegen Krankheiten wird nicht routinemäßig behandelt, sondern über die Ertragsbegrenzung vorgebeugt. Jede Parzelle wird einzeln geführt — Reifekontrolle, Gesundheitszustand und Lesereihenfolge werden für sie getrennt entschieden.
Nicht zu verwechseln
Champagne Hervé Brisson — mit Doppel-s — ist ein anderer Betrieb, in der Côte des Blancs, auf Kreide. Und im Handel taucht der Name häufig als „Louise Brisson“ auf; gemeint ist trotzdem dieses Haus.
Angaben zu Geschichte, Boden, Kellerarbeit und Umstellung nach der Website des Betriebs (louise-brison.fr) und einem Interview mit Delphine Brulez, ergänzt um das Register der Agence Bio, das Zertifikatsregister von Certipaq und das Profil der Association des Champagnes Biologiques. Zur Rebfläche und zur Höhenlage nennen die Quellen unterschiedliche Werte. Dass alle Weine Jahrgangschampagner sind, wurde am vollständigen Sortiment des Betriebs geprüft.
















